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(Wieder-)Einbürgerung

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26.02.2018 - Artikel

Informationen zum Thema Einbürgerung finden Sie hier.

Einbürgerung

Ich möchte Deutsche/r werden, geht das?

Eine Einbürgerung setzt einen regelmäßigen, mehrjährigen und rechtmäßigen Aufenthalt im Inland voraus. Haben Sie Ihren Wohnsitz in Deutschland, dann kontaktieren Sie bitte Ihre Staatsangehörigkeitsbehörde am Wohnort.

Ein Einbürgerungsantrag vom Ausland aus ist nicht aussichtsreich!

Ausnahmen:

  • Wiedereinbürgerungen ehemaliger Deutscher (§ 13 StAG) und
  • eheliche Kinder deutscher Mütter und ausländischer Väter, die zwischen dem 23.05.1949 und dem 01. Januar 1975 geboren sind (§ 14 StAG).

Informationen zu den Voraussetzungen, die Antragsformulare und Merkblätter zum Verfahren und den einzureichenden Unterlagen finden Sie auf der Seite des Bundesverwaltungsamts unter folgendem Link:

Bundesverwaltungsamt - Einbürgerung

Der Antrag auf Wiedereinbürgerung kann über die Botschaft gestellt werden.

Bitte melden Sie sich dazu per Mail oder Telefon um einen Termin zur Abgabe zu vereinbaren, wenn Sie alle Unterlagen zusammen haben.


Neu: Erweiterte Einbürgerungsmöglichkeiten für Nachkommen von NS-Verfolgten

Durch zwei umfangreiche Erlassregelungen vom 30.08.2019 hat das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat großzügige Einbürgerungsmöglichkeiten nach § 14 StAG für Abkömmlinge von NS-Verfolgten geschaffen, deren Vorfahren die deutsche Staatsangehörigkeit im Zusammenhang mit NS-Verfolgungsmaßnahmen verloren haben, die aber keinen Anspruch auf Wiedereinbürgerung nach Art. 116 Abs. 2 GG besitzen (Pressemitteilung des BMI).

Zum begünstigten Personenkreis gehören:

  • vor dem 01. April 1953 geborene eheliche Kinder zwangsausgebürgerter deutscher Mütter und ausländischer Väter,
  • vor dem 01. Juli 1993 geborene nichteheliche Kinder zwangsausgebürgerter deutscher Väter und ausländischer Mütter,
  • Kinder, unabhängig von ihrem Geburtsdatum, deren deutscher Elternteil im Zusammenhang mit NS-Verfolgungsmaßnahmen in der Zeit vom 30.01.1933 bis zum 08.05.1945 vor dem 26.02.1955 eine fremde Staatsangehörigkeit erworben und die deutsche Staatsangehörigkeit verloren hat:
    • Vater oder Mutter hatten im Zusammenhang mit nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen vor dem 26.02.1955 durch Annahme einer fremden Staatsangehörigkeit (Einbürgerung) die deutsche Staatsangehörigkeit verloren.
    • Die Mutter hatte durch Eheschließung mit einem Ausländer oder Staatenlosen die deutsche Staatsangehörigkeit vor dem 01.04.1953 verloren (§ 17 Nr. 6 RuStAG a.F.).

Die Einbürgerungsmöglichkeit steht auch den Abkömmlingen dieser Kinder bis zum sogenannten Generationenschnitt nach § 4 Absatz 4 StAG zu.

Bitte berücksichtigen Sie diese Frist. Danach hat die erste nach dem 31.12.1999 im Ausland geborene Generation letztmalig die Möglichkeit zur erleichterten Einbürgerung. Deren minderjährige Kinder, die vor Ablauf der Übergangsfrist am 31.12.2020 geboren sind, können miteingebürgert werden, wenn der Einbürgerungsantrag vor dem 01.01.2021 gestellt wird.

Für diesen Personenkreis bestehen vereinfachte Einbürgerungsvoraussetzungen. Erforderlich sind einfache deutsche Sprachkenntnisse sowie Grundkenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie der Lebensverhältnisse in Deutschland.

Weitere Informationen können Sie der Webseite des Bundesverwaltungsamtes entnehmen.

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